Review: No more Deceptions




“Suburb of Hell”! Vorort der Hölle . . . wenn so eine Band im Vorort der Hölle spielen würde...Ich glaube, mein ganzes Team würde sofort dahin umziehen. Diese fünf Jungs aus Wesel liefern mit “No more Deceptions” ein Deathcore Album ab, das sich gewaschen hat. Dieses Debutalbum der noch sehr jungen Band trumpft mit fetten Melodielinien der Gitarren, marschhähnlichen Schlagzeugpassagen und aggressiven Growls des Sängers. Seit nicht mal zwei Jahren existiert nun diese Band und trotzdem hämmern sich die Songs schon ins Gedächtnis ein, als wären sie von den ganz Großen.

Das Album fängt ruhig mit einem beeindruckenden, instrumentalen, knapp einminütigen Intro an, dass einem schon Stimmung auf mehr macht.

Schon im zweiten Song legen die Fünf knallhart los mit ihrem Song “Hydrogeology”, bei dem besonders der Marschtakt ins Auge sticht, der einem Lust macht mitzumarschieren. Alles passt zusammen: Thomo zaubert harte Gitarrenriffs aus seiner Klampfe, die vom Bassisten Egon und Rhythmusgitarristen Tim Büning unterlegt werden. Dazu kommt ein passende Untermahlung durch den Schlagzeuger Simon Bühnen.

Auch im dritten Lied “Pursuing Dream” und im vierten Song “At Nightfall” werden harte Gitarrenriffs und gezielte Growls genutzt um einen durchgängiges Gefühl von Härte zu erzeugen. Die Riffs hämmern sich förmlich ins Gehirn ein.

Als fünfter Track kommt mein persönlicher Favorit “Through The Silence”. Für mich eindeutig der beste Song des ganzen Albums. Ein verdammt gutes Riff am Anfang, dann ein Tempowechsel. . .man lebt dieses Lied. Was man bei diesem Song vor Allem erwähnen sollte ist der Cleangesang, bei dem es sich um einen richtigen Ohrwurm handelt. Diesen Song sollte man sich auf jeden Fall anhören, für mich ein Grund mehr dieses fantastische Debutalbum zu kaufen.

“It Starts Tonight” fängt ganz ruhig an, wobei ich hier sagen muss, dass meiner Meinung nach der Cleangesangt nicht passt. Aber auch in diesem Song wird es härter und nimmt in aggressiven Growls sein Ende.
Weiter geht es mit “Stripe Of Mellowness”, das eigentlich zu Beginn Spaß macht; besonders, was die Gitarrenline und den Liedaufbau betrifft. Mitten im Lied jedoch gibt es cleane Gruppenrufe, die sich fast wie ein Chor anhören. Das wirkt wie gewollt und nicht gekonnt. Trotzdem bleibt es ein guter Song der auch ohne Zwischenrufe vollkommen in Ordnung gewesen wäre.

Ganz zu letzt folgt “Cardiomyopathy”, auch ein echt starker Song der dem ganzen Album einen passenden Abschluss gibt.


Fazit: Das Album “No more Deceptions” von “Suburb of Hell” ist ein Schlachtschiff, das alles unter sich begräbt. Trotz einiger Schwächen ist es erstaunlich, was die Fünf da auf die Beine gestellt haben. Man kann von dieser Band wohl noch Großes erwarten. Vor allem, wenn 2009 das zweite Album erscheinen wird.

[gesch. von Sven]