Review: Serenity Gray - Ep 2008




Vier junge Menschen aus Mühlheim an der Ruhr treffen sich seit 2001 um Musik zu machen. Genannt werden sie Serennity Gray und behaupten über sich selbst, dass sie mit eingängigen Melodien und nachdenklichen Songtexten ihren ganz eigenen Styl kreieren.
Mit dieser authentischen Rockmusik erobern sie nicht nur die Herzen der Fans, sondern machen auch die Medien auf sich aufmerksam. Auch live stehen die vier Jungs völlig hinter ihrer Musik, was sie mit einer bald erscheinenden Live-DVD beweisen wollen.

Während Paddy an der Gitarre wunderbare Gitarrenriffs zaubert und von Thomas am Bass untermalt wird, gibt Dominik am Schlagzeug den Herren den Takt an. Sänger Pitas gibt dem Ganzen durch seine machnmal raue (Lie to me) und manchmal auch sanfte (Sunday Mourning) Stimme die passende Würze.

Break Away, der erste Track dieser EP, überzeugt durch seine rockigen Gitarrenriffs und einem sehr kräftigen und lebendigem Gesang. Besonders im Refrain brennt sich die Melodie des Sängers ins Gehirn ein und lässt einen nicht mehr los. Was dem ganzen noch die Krone aufgesetzt hätte, wäre ein pfeilschnelles Gitarrensolo, aber auch so ist dieser Song auf jeden Fall gelungen.

Obwohl es bei dem zweiten Lied Its Over um ein trauriges Thema geht, fängt dieser Song mit einem recht fröhlichen Gitarrenriff an, doch dieser Track entwickelt danach eine eher nachdenkliche Atmosphere. Auch bei diesem Stück ist die Strophe eher ruhig gehalten, aber der Refrain ist laut, aggressiv und zugleich ein Ohrwurm. Dieser Song endet mit harten Gitarrenklängen und Geflüster, welches rechts und links aus den Boxen klingt. Ja, auch Its Over ist durchaus gelungen.



Das dritte Lied Evelyn fängt langsam an und wird im Laufe des Songs auch nicht wirklich schneller. Wieder auffällig ist der kräftige Gesang des Sängers, diesmal auch in den Strophen. Wie immer ein starker Refrain und auch eine Bridge die gefällt.

Der vierte Song dieser Scheibe traf mich direkt ins Herz. Sunday Mourning ist ein ruhiges Akkustiklied, das den vier Jungs, die sonst eher härtere Töne von sich geben enorm gut gelungen ist. Für mich mit Abstand der beste Song von dieser EP. Diese ruhige Cleangitarrenmelodie mit der im Refrain aufbrausenden und berührenden Stimme. Dazu dieser nahezu perfekte Text. Ich nehme dieses Wort selten in den Mund, aber dieser Song ist in meinen Augen ein Meisterwerk. Unbedingt anspielen.

Lie To Me der fünfte Track dieser gelungenen Scheibe hätte bei mir Platz zwei nach Sunday Mourning verdient. Dieser unglaublich starker und aggressiver Start, dann eine Strophe die von Gitarren ruhig anfängt, sich jedoch durch ein geniales Gitarrenriff bis zum Refrain steigert. Der Gesang wirkt aufbrausend, gar wütend. Im Refrain schreit der Sänger alles raus und mit den Worten >Lie to me, Lie! Say Im the one for you<, in die er soviel Gefühl legt, dass es nicht gekünstelt wirkt, zeigt sich die Stärke von Serenity Gray: Refrains die einen nicht mehr los lassen und einen berühren.

Mit False Affection wären wir schon beim letzten Song dieser Ep. Auch wieder ein recht harter Song bei dem besonders der abgehackte Gesang an einige Stellen auffällt. Auch dieser Track wirkt aufbrausend und rockt. Ein gutes Ende für eine gelungene EP.

Fazit: Serenity Gray ist eine großartige Band mit einer Menge Potenzial und viel davon wurde auf dieser Ep auch genutzt. Die vier lieben die harten Töne, doch wie man bei Sunday Mourning gehört hat gelingen ihnen auch die sanften Töne unglaublich gut. Man sollte auch besonders die Refrain mit Ohrwurmfaktor erwähnen, die es echt in sich haben. Deshalb hat diese Scheibe meiner Meinung nach 9 von 10 verdient weil sie einfach so klingt wie Alternative Rock klingen sollte. [gesch. Sven]