Review: A new Way




“Insert Coin”, den Namen sollte man sich merken, denn mit ihren Songs rocken sie seit gut 2 Jahren das Ruhrgebiet und Umgebung bis hin zur Coke - Band Tour. Mit ihrem Melodic Punkrock brachten sie richtig Stimmung auf bisher gut 50(!) Auftritten und bekamen für diese nur gute Kritik. Diese steile Karriere macht viel Eindruck und so war der schnelle Erfolg nur zu verdient. Aber der ist laut ihrem Motto nur Nebensache, da sie rocken, abgehen, Spaß haben und vor allem Spaß bereiten wollen.

Dass die fünf Recklinghausener, bestehend aus dem Sänger Sissis Kamarianakis, den beiden Gitarristen und Begleitsänger Sebastian Ditschuweit und Helge Große, sowie Bassist Sebastian Ehls und Schlagzeuger Christian Schwidders, diese Stimmungsmacher auf ihre erste CD bannten, um auch die heimischen vier Wände ihrer Fans mit ihren powervollen Melodien und einhämmernden Rhythmen zum Wackeln zu bringen, war dann nur eine Frage der Zeit.
Im August ‘06 war es dann auch soweit und sie präsentierten das EP “A New Way”.

Und schon das erste Lied “Adam” bläst einem die Gehörgänge frei, für die nachfolgenden Songs. Der Sänger mit dem ungewöhnlichen Namen Sissis passt mit seinem Gesang in den Track wie Arsch auf Eimer. Auffällig ist Christian Schwidders Base, die an vielen Stellen kraftvoll unterstützt. Die kurzen, melodische Übergänge geben eine kleine Verschnaufpause, um dann ordentlich weiter zu heizen.

Der zweite Song “Breath Again” lässt keine Lücken und schließt nahtlos an den vorherigen Track an. Er beginnt zunächst ruhiger, dann wieder in gewohnter Stärke im Midtempo. Besonders gelungen sind die Gitarrenparts, die sich den groeßten Teil des Liedes sowohl rhythmisch als auch melodisch parallel zum Gesang bewegt.
Das Intro von “Lost Inside” ist wie maßgeschneidert für den Titel: Hektisch und nervös wirkend; selbstverständlich professionell und gekonnt gespielt. Das Lied unterscheidet sich von den anderen durch seinen Gesang, da sich der Backgroundgesang teilweise zwischen singend und schreiend bewegt, während Sissis parallel dazu mit gewohnter Power singt. Ein besonderer Ohrwurm ist das Mainriff, dass sich förmlich ins Hirn brennt.

Die Frage “Why” habe ich mir auch gestellt, als ich den gleichnamigen Track aus meinen Boxen ertönten hörte. Why schafft es diese Band mich mit ihren Songs immer noch so zu packen und mitzuziehen? Die Antwort fand ich in den rockenden Riffs, den übernatürlichen Übergängen und der mitreißenden Melodic.

Ein wenig Abwechslung bringt “Last Dance” dann, mit einem vom Bassisten Sebastian Ehls gestartetem Intro. Abgerundet wird der Song von einigen Parts, die passend zur Melodie doppelstimmig gesungen werden. Das Ganze wird dann mit dem Schlagzeug abgeschlossen. Aber zum Glück ist das nicht Insert Coins “Last Dance”, denn die dancen punkrockig weiter.

Eine schlechte Kritik muss ich trotz des guten EPs äußern, da die Songs nicht viel Abwechslung bieten und sich im Großen und Ganzen sowohl vom Aufbau als auch von der Melodie her zu stark ähneln.

Fazit: Ein starkes EP mit hervorragenden, aber ausbaufähigen Songs, die auf kurze Dauer richtig abgehen, jedoch schnell langweilig werden, wegen der wenigen Unterschiede in den Songs.

[gesch. von Roman]