Review: Human Instinct - Ep 2007
2006 war das Jahr, in welchem sich die vier Leute Steven (Gesang/Gitarre), Jörg (Leadgitarre), Andy (Bass) und Roland (Drums) aus verschiedenen Bands zusammengetan und Human Instinct gegründet haben. Von nun an kam der Hard Rock auch aus Wesel, dem Städtchen am Niederrhein, aus welchem auch Die Hazels und aVid kommen. (Die müssen da irgenetwas ins Essen bekommen! Wie sonst wäre zu erklären, dass so viele gute Bands aus derselben kleinen Stadt kommen...)
Als sie am 24. Mai dieses Jahres beim EselRock in Wesel auftraten, verteilten sie gratis Demotapes an die Zuschauer nach einem sehr überzeugendem Gig. Die CDs gingen weg wie warme Semmeln und es war ein Wunder, dass sich bei der Fast-Schlägerei um diese keiner verletzte. Hat sich die Mühe, sich solch eine Aufnahme zu sichern, überhaupt gelohnt? Wird vielleicht manch einer fragen.
Mit JA antwortet jeder sofort, nachdem er Deadly Thoughts gehört hat, das erste Lied des Demotapes. Die Abwechslung von schweren Riffs im Chorus und den Melodic Parts in den Refrains wecken Neugier und Interesse. Fließend hineinkomponiert ist das richtig geile Gitarrensolo.
In Your Head bleibt auf jedenfall der zweite Song: Der flüssige Übergang von den ruhigen Parts in die Rockigen beweist, dass die Vier einiges auf dem Kasten haben. Da bleibt einem nur zu hoffen, dass sich ihr Können und ihre energiegeladene Spielweise weiterhin in ihren Liedern äßert.
Mit Just a Sign geht es dann weiter. Richtig geil sind die Parts vor den Refrains in denen sich musikalisch Energie aufbaut, die dann kaftvoll entladen wird. Gerade in diesem Song merkt man, wie passend Text und Musik miteinander verknüpft ist, so dass die Melodie immer wieder Textteile besonders stark hervorhebt.
Dem Demotape mangelt es wahrlich nicht an Energie, was man an Destination deutlich erkennen kann. Tja, anscheinend kennen diese Leute keine Müdigkeit, zum Vorteil der Fans. Auch in diesem Lied ist wieder ein so überragendes Solo enthalten, dass es fast schon wieder unheimlich ist.
Im Song Wake Up ist der Text wieder so hervorragend mit dem instrumentalen Part im Einklang, dass es einen aus den Latschen rockt. Da haben sie einfach Talent für!
My World ist mit härteren Riffs ausgestattet als die Vorherigen. Darunter leidet zwar etwas die Melodic, was den Song aber keineswegs schlechter macht, sondern besonders! Auffällig ist hier die Doublebase, die noch zusätzlich Power ins Spiel bringt. Darum Schade, dass das Lied etwa 1 Minute kürzer ist als die Anderen.
Tears of Reality vereint den besonders gefühlvollen Gesang und Text mit den harten, melodisch-gefühlvollen Refrains, die wiederum in einem sehr geil gelungenem Kontrast zu den ruhigen Parts stehen. Als ich dachte, dass es nicht mehr besser kommen könne, war dann das Solo an der Reihe und setzte dem ganzen die Krone auf! Das hat mich dann letztendlich doch noch vom Hocker gehauen.
Fazit: Eine rockende Aufnahme, die so energiegeladen ist, dass es schon fast an ein Wunder grenzt. Vielleicht liegt es am Namen, vielleicht aber auch an ihrem Motto Hauptsache es rockt!, denn das tut es auf jedenfall! Mir bleibt nur noch eines zu sagen: Macht weiterhin so geile Musik Leute!!
[gesch. Roman]